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Fanfic: Ein frohes neues Jahr - Kapitel 2 (PG-13, Ronon/Jennifer, John/Teyla)

Ein frohes neues Jahr

AUTOR: Evita
PAIRING: Ronon / Jennifer, John / Teyla
RATING: PG-13
SPOILER: Season 5
DISCLAIMER: Stargate Atlantis und alles, was dazu gehört, ist Eigentum von MGM Television Entertainment. Mit dieser Geschichte verdiene ich kein Geld.
SUMMARY: Der Silvester-Abend bringt verschiedene Paare zusammen. Doch was wird der nächste Morgen bringen?



Kapitel 2

 

„Nanu, Cadman, was ist denn heute in Sie gefahren?“, erkundigte sich Colonel Sheppard, als er der jungen Soldatin auf seinem Weg zum Trainingsraum über den Weg lief.

Das mädchenhafte Kichern wurde zu einem breiten Grinsen, als Laura antwortete: „Das werden Sie gleich sehen, wenn Sie zum Training wollen. Allerdings würde ich Ihnen raten, heute lieber nicht mit Ronon zu kämpfen. Ich glaube, er ist heute noch aggressiver als sonst. Dr. Keller hat jetzt schon alle Hände voll zu tun.“

„Haben Sie Ronon geärgert?“

„Ich? Oh, den Fehler mache ich sicher nicht. Aber Rodney scheint es wirklich geschafft zu haben, Dr. Keller zur Silvester-Party einzuladen. Irgendwie hat das Ronon wohl verstimmt. Das oder … naja, Sie werden ja selbst sehen.“ Und damit ließ Lieutenant Cadman Sheppard einfach stehen.

„Frauen“, murmelte dieser. „Die soll mal einer verstehen.“

„Welche Frau verstehen Sie nicht? Brauchen Sie einen Dolmetscher?“, erkundigte sich Teyla, die nichts von dem Gespräch, sondern nur Johns gemurmelte Worte mitbekommen hatte, als sie aus einer Tür trat.

„Danke für das Angebot, Teyla, aber ich glaube nicht, dass es dafür einen Dolmetscher gibt. Männer sind einfach nicht dafür geschaffen, Frauen zu verstehen – egal welche Sprache sie sprechen“, entgegnete John. Doch Teylas sanftes Lächeln brachte ihn schnell auf andere Gedanken. Da gab es doch noch etwas, da sie gerade beim Thema Kommunikation waren: Sie war ihm noch eine Antwort schuldig.

„Wo steckt Torren denn?“, erkundigte sich Sheppard, als er die gleiche Richtung einschlug wie Teyla.

„Momentan bei Dr. Keller auf der Krankenstation. Sie und die Krankenschwestern passen auf ihn auf“, setzte die Athosianerin hinzu, als sie Johns besorgten Blick sah.

„Und haben Sie für morgen schon einen Babysitter? Oder muss doch Ronon herhalten?“

„Ronon? Das war doch nur ein Scherz von Rodney. Obwohl Torren bei Ronon wahrscheinlich sicherer wäre als bei Dr. McKay.“

„Soll ich jemanden suchen, der auf Torren aufpasst?“ So schnell wollte John sich nicht wieder vom Thema abbringen lassen.

„Ich sollte selbst auf Torren aufpassen. Ich muss ihn schon oft genug alleine lassen, weil ich anderen Verpflichtungen nachgehen muss. Da sollte ich wenigstens in meiner freien Zeit für ihn da sein.“

„Aber das ist doch das Problem, Teyla“, warf John ein. „Sie haben kein bisschen freie Zeit mehr. Ich kann mich noch gut an die Frau erinnern, die immer gerne an jeder Feierlichkeit teilgenommen hat. Wo ist die denn geblieben?“

„Ich bin jetzt Mutter, John. Ich muss mich um meinen Sohn kümmern.“

„Aber nicht ausschließlich! Und ich bin Ihr Teamleiter und dafür verantwortlich, dass Sie auch mal abschalten und etwas für sich tun. Man kann sein Leben nicht nur mit der Erfüllung von Pflichten zubringen. Glauben Sie mir, Teyla, ich habe das versucht und bin gescheitert.“ Mit gutmütigem Hundeblick sah John Teyla an. „Also, werden Sie mich morgen Abend zur Party begleiten? Sie können mich doch unmöglich vor Ronon und Rodney als Lügner dastehen lassen.“

„Aber nur für ein Stündchen. Dann muss ich mich wirklich um Torren kümmern.“

John grinste erfreut. Wenn Teyla schon gezwungen war, für eine Stunde einen Babysitter zu finden, dann würde er den Babysitter schon dazu bringen, die ganze Nacht auf den kleinen Racker aufzupassen.

„Ich denke, fürs Erste gebe ich mich damit zufrieden“, entgegnete er, und Teyla ahnte damit schon, dass er das Thema noch nicht für abgeschlossen ansah. „Kommen Sie mit zum Training? Irgendetwas muss Ronon dort ziemlich auf die Palme gebracht haben.“

„Brauchen Sie meine Hilfe?“

„Ich weiß nicht. Aber zumindest haben Sie immer eine beruhigende Wirkung, sogar auf Ronon.“

Teyla nickte. Zwei Minuten konnte sie noch erübrigen, bevor sie zu Woolsey ging, um mit ihm über die drei neuen Soldatinnen zu sprechen, die sie trainieren sollte.

Die Tür zum Trainingsraum öffnete sich öffnete sich vor den beiden und im gleichen Moment sah John einen Trainingsstab auf Teyla und sich zuschwirren. Schnell stieß er Teyla aus dem Gefahrenbereich, doch er selbst konnte nicht mehr rechtzeitig in Deckung gehen und wurde hart an der Schulter getroffen.

„Autsch, verdammt noch mal! Was soll denn das? Wir sind hier nicht auf der Schießbahn. Hier hat nichts rumzufliegen!“, rief John entrüstet.

„Mein Fehler“, kam ein Knurren von der gegenüberliegenden Seite des Raums. „Sorry, Teyla.“

„Und ich? Mich haben Sie schließlich erwischt!“

Ronon zuckte nur mit den Schultern. „So empfindlich?“

„Ich hab schon gehört, dass Sie schlechte Laune haben und … ja, es sieht nach ziemlich schlechter Laune hier aus.“

Erst jetzt kam John dazu, sich im Raum richtig umzusehen. In einer Ecke lagen etwa fünf Trainingsstäbe. Genau konnte man die Anzahl nicht mehr bestimmen, denn sie waren in zig Teile zerbrochen. Einige Hanteln waren im Raum verstreut und die eine oder andere Delle im Boden zeugte davon, dass Ronon damit wohl auf jemanden herumgeworfen hatte. Und schließlich hatte der Sandsack seinen Inhalt verloren.

„Damit wir uns gleich richtig verstehen: Sie werden dafür sorgen, dass dieses Chaos auch wieder beseitigt wird!“, mahnte John, als er alle Schäden entdeckt hatte.

„Ronon, was ist denn los?“, erkundigte sich Teyla, die den Satedaner bisher nur beobachtet hatte.

„Nichts“, brummte Ronon noch einsilbiger, als er sonst schon war.

„Das stimmt doch nicht. Wir sind Ihre Freunde. Sie können uns immer…“

„Oh, Entschuldigung, ich wusste nicht, dass so viele Leute hier sind“, platzte eine junge Frau dazwischen, die ganz offensichtlich zum Training gekommen war.

„Miss … ähm …“, setzte John an.

„Peck, Nadja Peck“, stellte sich die junge Wissenschaftlerin vor.

„Okay, Miss Peck. Wir stecken gerade mitten in einer Besprechung, wenn Sie also später wieder kommen wollen?“

„Ja, natürlich.“ Die junge Frau machte halb kehrt, hielt dann aber inne und drehte sich noch einmal herum. Teyla, die Ronon inzwischen nicht aus den Augen gelassen hatte, registrierte sofort, dass seine Augen sich verengten und er die Frau misstrauisch ansah.

„Wo ich schon hier bin, möchte ich kurz noch etwas Fragen. Mr. Dex, ich habe gehört, dass Sie noch nach einer Begleitung für die Party morgen Abend suchen. Haben Sie vielleicht Lust, mich zu begleiten?“

„Raus! Verschwinden Sie!“, grollte Ronon plötzlich und wurde immer lauter. „Sofort raus hier! Und sagen Sie diesem ganzen Weiberhaufen, dass sich bei mir keine mehr blicken lassen soll!“

Ängstlich starrte die junge Frau Ronon an, als dieser mit zornigen Schritten auf sie zukam. Sekunden später war sie schon aus dem Raum gerannt.

Colonel Sheppard sah Ronon ungläubig an. „Was war das denn jetzt? Was hat Ihnen die Frau denn getan? Mussten Sie sie so anschreien?“

„Können Sie mich nicht einfach in Ruhe lassen?“, fuhr Ronon nun auch John an.

Doch Teyla trat dazu und legte ihm beruhigend die Hand auf den Arm. „Ronon, wir wollen Sie doch nicht verärgern. Wir wollen nur verstehen, was hier passiert ist.“

„Nein, Sie können nichts dafür. Aber McKay. Ich bringe ihn um!“

Ronon streifte Teylas Hand ab und lief mit großen Schritten auf die Tür zu. Doch John stellte sich ihm prompt in den Weg. „Hier wird niemand umgebracht. Und jetzt erzählen Sie endlich, was los ist. Vielleicht können wir ja helfen.“

„Bringen Sie Rodney dann um?“

John schüttelte lediglich den Kopf. Teyla griff nach Ronons Hand, zog ihn zu einer Trainingsmatte und ließ sich dort mit ihm nieder. „John, könnten Sie bitte den Raum verriegeln? Wir wollen doch nicht gleich wieder gestört werden.“

Ein kurzer Gedanke genügte und sie waren unter sich. Dann setzte Sheppard sich zu den beiden und wartete darauf, dass Ronon berichtete, was ihn hatte so aus der Haut fahren lassen.

„Seit heute Vormittag lauern mir an jeder Ecke irgendwelche Frauen auf, die wollen, dass ich mit ihnen zu dieser dummen Silvester-Party gehe“, brummte Ronon unwirsch, da er merkte, dass er nicht um eine Erklärung herum kam. „Nicht mal beim Training lassen sie mich in Ruhe.“

Nun verstand Sheppard plötzlich die komische Erheiterung Cadmans. Sie musste wohl live miterlebt haben, worüber Ronon gerade berichtete.

„Also, ich würde mich geschmeichelt fühlen, wenn mir das passieren würde. Wie kommt es denn, dass die Damen plötzlich so mutig sind. Sie haben Sie doch früher nur aus der Ferne schmachtend angestarrt, aber sonst nicht weiter belästigt.“

„Ich bringe McKay um!“

„Ronon, was hat Dr. McKay denn damit zu tun?“, hakte Teyla vorsichtig nach.

„Er hat sich mit Dr. Keller verabredet.“

John stutzte. Was hatte Rodneys Date mit Ronons Dilemma zu tun?

Teyla fasste die Frage dann doch in Worte: „Was hat dieses Date denn damit zu tun, dass Sie plötzlich so umschwärmt werden?“

„Das wusste ich zuerst auch nicht. Cadman hat mich aufgeklärt. McKay hat allen weiblichen Bewohnern der Stadt erzählt, dass ich händeringend ein Date suchen würde und mich nicht zu fragen traue.“

Es dauerte ein paar Sekunden, bis John begriff, was er da gehört hatte, aber dann brach er in lautes Lachen aus. Ronon funkelte ihn finster an.

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