evita1976de (evita1976de) wrote in atlantis_de,
evita1976de
evita1976de
atlantis_de

  • Mood:

Fanfic: Ein frohes neues Jahr (PG-13, Ronon/Jennifer, John/Teyla)

Hallo!
Ich habe diese Community gerade erst entdeckt und leider scheint sie nciht mehr recht lebendig zu sein. Aber für den Fall, dass von den doch recht zahlreichen Mitgliedern noch jemand hier hereinschneit, lasse ich mal das erste Kapitel einer Fanfic von mir da. :-)


Ein frohes neues Jahr

AUTOR: Evita
PAIRING: Ronon / Jennifer, John / Teyla
RATING: PG-13
SPOILER: Season 5
DISCLAIMER: Stargate Atlantis und alles, was dazu gehört, ist Eigentum von MGM Television Entertainment. Mit dieser Geschichte verdiene ich kein Geld.
SUMMARY: Der Silvester-Abend bringt verschiedene Paare zusammen. Doch was wird der nächste Morgen bringen?


„Was ist denn hier los?”, erkundigte sich Ronon. „Vorbereitungen auf einen Anngriff der Wraith?“

Einige Männer schleppten schwere Kisten herum, die gerade von der Erde angekommen waren. Es schien, als würden sie alle Waffen enthalten.

„Wraith? Wo? Planen sie schon wieder etwas? Warum wissen Sie mehr als ich?“, wollte Rodney McKay sofort wissen. Er war wie immer sehr beschäftigt. Zurzeit untersuchte er mehrere neu entdeckte Antiker-Maschinen und wollte sich gerade nur etwas zu essen besorgen, bevor er sich auf den Weg zurück in sein Labor machte.

„Ich weiß nicht mehr als Sie“, murmelte Ronon und setzte seinen Weg zur Kantine fort.

„Oh ja. Stimmt. Warum sollten Sie auch mehr wissen als ich? Das kann gar nicht sein.“

McKay musste größere Schritte machen, um mit Ronons Tempo mitzuhalten, als sie die Kantine erreichten.

„Aber vielleicht haben Sie etwas gehört, während Sie irgendwo herumliefen, während ich gearbeitet habe?“

„Hab nichts gehört“, gab Ronon zurück. Er nahm sich ein Tablett und stapelte verschiedene Teller mit Essen darauf. Wenn man Ronon nicht kannte, musste man denken, er wollte drei oder vier Leute damit versorgen.

„Sheppard ist da“, erklärte Ronon knapp.

„Sheppard ist immer da. Wenn der Mann nicht gerade irgendwo herumfliegt, sitzt er ständig hier herum. Man müsste meinen, er könnte mehr verdrücken als Sie.“

„Drückt sich vor dem Papierkram“, meinte Ronon schulterzuckend.

Mit sicheren Schritten jonglierte er das voll beladene Tablett zu dem Tisch, an dem John Sheppard gerade versuchte in bester Fliegermanier einen Löffel Brei in Torrens Mund zu landen. Die giggelnde Landebahn bereitete ihm dabei sichtlich Schwierigkeiten.

„Hallo Ronon. Dr. McKay.“ Teyla nickte den beiden Männern lächelnd zu, als diese sich ebenfalls an den Tisch setzten.

„Sheppard, was hat es mit diesen Vorbereitungen auf einen Wraith-Angriff auf sich? Wurde ein Hive-Schiff in der Nähe geortet?“, platzte Rodney sofort heraus und biss dann herzhaft in ein riesiges Sandwich. Nach so vielen bestandenen Abenteuern konnte ihn nichts mehr so schnell seinen Appetit verderben.

Colonel Sheppard stutzte, der Löffelflieger hielt Zentimeter vor Torrens geöffnetem Mund. „Welcher Wraith-Angriff? Hat Woolsey vergessen mich zu informieren oder versucht er jetzt sogar schon mit den Wraith diplomatische Einigungen zu erzielen?“

Das ungeduldige Quäken Torrens, der gebannt den vor seinem Mund schwebenden Löffel anstarrte bemerkte John nicht, als er Rodney fixierte und auf eine Antwort wartete.

„Ich dachte, Sie wüssten mehr. Von unserem jungen Wilden hier hab ich nur was von den Vorbereitungen zur Verteidigung gehört. Aber seine Ein-Wort-Sätze ergeben für mich noch weniger Sinn als Torrens Gebrabbel.“

Ronon reagiert nur mit einem zornig funkelnden Blick. Und auch der, das wusste er inzwischen aus Erfahrung, würde bei Rodney nicht viel bewirken.

„Ronon?“ Sheppards fragender Blick genügte, um den Satedaner zu einer Antwort zu bewegen.

„Habe McKay gefragt, ob die Kisten von der Erde etwas mit einem Angriff der Wraith zu tun haben. Sind doch Waffen, oder? Den Rest hat er sich zusammen gereimt.“

„Waffen?“ John hatte langsam das Gefühl, heute besonders begriffsstutzig zu sein.

„Habe gehört, dass von Raketen geredet wurde. Sind doch Waffen.“

„Aaah!“, rief John erschrocken und im gleichen Moment dämmerte ihm etwas. Doch zuerst musste er sich um das nahe liegendste Problem kümmern.

Torren, der das Warten offensichtlich satt hatte, hatte plötzlich mit beiden Händchen fest Johns Finger gepackt, die noch immer den Löffel mit Brei hielten. Oder besser: gehalten hatten. John hatte überrascht den Löffel fallen lassen und Torren, dem wohl egal war, was er bekam, wenn er nur überhaupt etwas bekam, nuckelte jetzt genüsslich an Johns Fingern.

Teyla kicherte leise, hatte dann aber doch Erbarmen und befreite John von dem kleinen Menschenfresser.

„Ich hatte Sie ja gewarnt, dass er längst nicht so harmlos ist, wie er aussieht“, erklärte die junge Mutter ruhig und fing wieder an, ihren Sohn mit dem Obstbrei zu füttern.

„Hallo? Wraith? Raketen? Ich glaube, wir haben größere Probleme als einen gefräßigen Säugling“, rief Rodney entrüstet.

„Das wäre der Fall, wenn Woolsey geplant hätte, die Wraith mit Silvester-Raketen abzuschießen. Aber so naiv kann nicht einmal er sein.“

„Silvester-Raketen? Oh!“, machte Rodney. Und schon war er wieder in sein Sandwich vertieft.

„Silvester-Raketen? Was ist das? Keine Waffen?“

„Nein, Ronon, kein Spielzeug für Sie oder Lieutenant Cadman. Nachdem Sie vor ein paar Tagen Weihnachten erlebt haben, dürfen Sie jetzt noch das Erdenbrauchtum zu Silvester kennen lernen. Nach unserer Zeitrechnung ist Silvester der letzte Tag im Jahr. Und der Jahreswechsel wird mit Krachern und Feuerwerk gefeiert. Dafür sind die Raketen. Woolsey hatte die Idee, damit auch die, die über die Feiertage nicht zur Erde zurück kommen, richtig feiern können.“

Ronon schüttelte den Kopf. Die Menschen von der Erde blieben für ihn einfach unverständlich. Weshalb Feuerkraft verschwenden, um zu feiern, wenn man damit auch ein paar Wraith den Garaus machen konnte? Das wäre für ihn auch ein großes Freudenfest.

„Dr. McKay, ich habe gehört, dass die meisten Leute mit einem Date zur Silvester-Party kommen. Wen bringen Sie denn mit?“, versuchte Teyla den etwas schmollenden Rodney wieder ins Gespräch zu ziehen.

Sheppard kaschierte sein Lachen mit einem etwas unglaubwürdigen Husten, doch das bemerkte Rodney nicht. Tatsächlich stahl sich ein verträumtes Lächeln auf seine Lippen, als er antwortete: „Ich werde gleich nach dem Essen Jen… äh … Dr. Keller fragen. Wissen Sie, dass Sie mich kürzlich auf einen Drink eingeladen hat?“

John verdrehte die Augen, sagte aber nichts. Jeder der Anwesenden wusste von dem Spontan-Date, denn Rodney hatte zigfach davon erzählt. Teyla nickte nur kurz und versuchte schnell auf ein anderes Thema zu wechseln. „Ronon, wer begleitet Sie denn?“

„Habe keine Begleitung. Wusste ja nichts von der Party“, meinte der Satedaner kurz angebunden. Dabei warf er einen finsteren Blick auf den immer noch schwärmerisch Luftlöcher starrenden Rodney.

„Dann wird es aber jetzt Zeit, dass Sie sich nach jemandem umsehen“, erklärte John. „Nicht dass Rodney Sie tatsächlich damit übertrumpft, dass er ein Silvester-Date hat und Sie nicht.“

„Ich habe mit Sicherheit ein Date“, warf Rodney ein. „Jen… äh … Dr. Keller und ich, wir liegen auf einer Wellenlänge. Sie weiß zu schätzen, was ich hier leiste, und sie ist auch eine gute Wissenschaftlerin, wenn auch nur Medizinerin. Aber mit wem gehen Sie denn, Sheppard?“

„Ich begleite Teyla. Jemand muss ja dafür sorgen, dass die junge Mama auch mal an was anderes als ihren kleinen Sonnenschein denkt.“

Etwas verlegen senkte Teyla den Blick. John hatte sie schon vor ein paar Tagen gefragt, aber eigentlich war sie ihm die Antwort, ob sie ihn begleiten würde, noch immer schuldig. Einerseits wollte sie gerne ja sagen, aber andererseits wollte sie sich selbst keine Hoffnungen machen, wo es keine gab.

„Wenn Ronon niemanden findet, kann er ja als Babysitter einspringen“, schlug Rodney vor und grinste breit, weil er den Satedaner endlich einmal übertreffen konnte.



Über Feedback würde ich mich sehr freuen!

Subscribe
  • Post a new comment

    Error

    default userpic
    When you submit the form an invisible reCAPTCHA check will be performed.
    You must follow the Privacy Policy and Google Terms of use.
  • 3 comments